Florian Freund sitzt an einem Schreibtisch und blickt nachdenklich. Vor ihm stehen ein Tablet und ein Wasserglas, außerdem liegen Papiere auf dem Tisch. Er hat einen Kugelschreiber in der Hand.

Finanzen und Haushalt in Augsburg.
Mein Plan für mehr Teilhabe und dringend ­benötigte Maßnahmen.

Was Augsburg braucht, ist ein solider Haushalt. Und zwar einen, der nicht nur Zahlen verwaltet, sondern die Zukunft unserer Stadt aktiv gestaltet. Mir geht es in erster Linie darum, die knappen Mittel klug einzusetzen, damit wir die drängendsten Probleme lösen. Mit mir werden finanzielle Ehrlichkeit und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen.

Die jetzige Situation sieht so aus, dass die aktuelle Stadtregierung in einer Verwaltungspolitik verharrt. Probleme werden oft nur verwaltet statt aktiv gelöst. Mir ist das zu wenig. In meinen Augen braucht Augsburg Mut zu klaren Investitionen und Prioritäten, statt den Fokus auf Prüfanträge oder Ausreden zu setzen.

Besonders wichtig sind mir die Vereine, Initiativen und das soziale Engagement vieler Augsburgerinnen und Augsburger. Sie tragen unsere Stadtgesellschaft. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten muss die Unterstützung freiwilligen Engagements gesichert und ausgebaut werden.

Mein Name ist Florian Freund, ich bin Stadtrat und Kandidat für die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Augsburg. Seit vielen Jahren lebe und arbeite ich hier – in einer Stadt, die für mich Heimat und Lebensmittelpunkt ist. Deshalb kenne ich die Probleme und Herausforderungen in allen Bereichen und bin mehr als bereit, diese mit konkreten Lösungen anzupacken!

Beim Thema Haushalt und Finanzen müssen wir offen die Herausforderungen benennen. Was die aktuelle Stadtregierung betreibt, ist vor allem eins: Verwaltungspolitik. Probleme entschlossen anzugehen, sieht in meinen Augen anders aus. Ich werde auf mutige Maßnahmen statt zögerlichen Umgangs mit Investitionen setzen.

Ich sehe es als meine Aufgabe an, Augsburgs Haushalt aktiv zu gestalten und Prioritäten so zu setzen, dass wir die notwendigen Investitionen anpacken, ohne unsere soziale Verantwortung aus den Augen zu verlieren. Wir müssen endlich den Stillstand überwinden, den die aktuelle Stadtregierung etabliert hat. Ich steht für echte Gestaltungspolitik.

Den Fokus werde ich auf die Vereine legen, denn ohne sie gibt es wenig bis kein soziales Miteinander in Augsburg. Vereine leisten unverzichtbare Arbeit. Deshalb werde ich sie finanziell verlässlich unterstützen.

Wie das Haushaltsgeld für Augsburg ausgegeben wird, werde ich nicht allein entscheiden. Den Bürgerinnen und Bürger der Stadt soll eine direkte Teilhabe ermöglicht werden, mit dem sogenannten Bürgerbudget.

Das kann tatsächlich ein Betrag von bis zu 1 Mio. € jährlich sein, der von einer zufällig ausgewählten, repräsentativen Gruppe Augsburgerinnen und Augsburger eigenständig verwaltet wird. Sie wird eigenverantwortlich darüber bestimmen, welche Stadtprojekte gefördert werden. Das kann die Modernisierung eines Spielplatzes, die Pflege von Grünflächen, die Verschönerung eines Pausenhofs oder die Neuausstattung kommunaler Einrichtungen sein.

Mit den Corona-Beiräten hat Augsburg mit diesem Konzept bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Derzeit prüfen wir noch, ob die Beiräte nach Sozialregionen, Altersgruppen oder anderen Kriterien zusammengesetzt werden sollen. Entscheidend für mich ist jedoch, dass die Augsburger Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden, wo ihre Prioritäten liegen.

Reden wir ehrlich über das Staatstheater. Die ursprünglich veranschlagten Sanierungskosten von rund 186 Mio. € sind laut aktueller Augsburg.TV-Berichte mittlerweile auf etwa 417 Mio. € angestiegen. Das ist mehr als das Doppelte und noch nicht das Ende der Fahnenstange. Diese massive Kostenexplosion und die mangelhafte Transparenz in der Kommunikation hat die aktuelle Stadtregierung zu verantworten. Infolgedessen musste an anderen wichtigen Stellen des Haushalts gespart werden.

Diese Fehler offen anzusprechen, ist meine Aufgabe. Aber auch, einen realistischen Plan vorzulegen, um trotz der Belastungen einen stabilen und nachhaltigen Haushalt zu schaffen. Wir können und werden das Staatstheater sanieren, aber nur durch einen sehr verantwortungsvollen und ehrlichen Umgang mit unseren Finanzen. Und diese Transparenz mit Fokus auf klare Prioritäten im Haushaltsplan verspreche ich Ihnen.

Kinder brauchen würdige, moderne und vor allem gesunde Lernbedingungen. Deshalb stellen die maroden und stinkenden Schultoiletten für alle Kinder, Eltern und das Lehrpersonal ein immenses Ärgernis dar. Auch hier gibt es leider jahrelange Versäumnisse und fehlende Prioritätensetzung im Augsburger Haushaltsplan.

Die Fakten sind alarmierend und an vielen Schulen herrschen katastrophale Zustände. Die Toilettenanlagen stammen größtenteils aus den 60er und 70er Jahren und sind abgenutzt, teilweise vandalisiert und durch fehlende Sanierungen in einem unzumutbaren Zustand. Eltern berichten, dass ihre Kinder sich teilweise lieber in der Schule zurückhalten und erst zu Hause auf die Toilette gehen, weil sie den Gestank und die Zustände in der Schule nicht ertragen.

Zwar hat die Stadt kürzlich ein Sanierungsprogramm aufgelegt. Doch die notwendigen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um den Sanierungsstau dauerhaft und umfassend zu beseitigen. Ich verspreche, dass ich mich als zukünftiger Oberbürgermeister persönlich dafür einsetzen werde, dass alle Augsburger Schulen endlich mit modernen Toiletten ausgestattet werden. Ohne Ausreden oder Aufschieben.

Eins ist klar geworden: Augsburg braucht mehr als nur Verwaltung. Wir benötigen eine klare Vision und eine Führung, die anpackt und gestaltet. Denn die jetzige Stadtregierung hat zu lange gezögert und wichtige Chancen verpasst. Ich werde Augsburg wieder auf Kurs bringen – mit einem Haushalt, der den Menschen dient, die Stadt voranbringt und verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgeht. Vertrauen Sie mir, dass ich sowohl die Finanzen als auch die Menschen im Fokus habe. Gemeinsam machen wir Augsburg zukunftsfähig und lebenswert für alle.